0221 / 222 02 931

Private Krankenversicherung für Feuerwehranwärter und Polizeianwärter ohne Gesundheitsprüfung

Neben dem gewünschten Leistungsumfang und dem Eintrittsalter bei Vertragsbeginn spielt auch der Gesundheitszustand bei der Festlegung eines risikoadäquaten Beitrages eine ganz entscheidende Rolle. Dadurch dass der Kunde diverse Gesundheitsangaben im Antrag machen muss, kann der jeweilige Risikoprüfer einschätzen, inwiefern ein Versicherungsschutz möglich ist. Die gestellten Gesundheitsfragen und Abfragezeiträume sowie die Annahmepolitik an sich sehen bei jedem Versicherer ein wenig anders aus. So kann das Ergebnis von Krankenversicherer zu Krankenversicherer sehr stark divergieren. Im Idealfall wird der Kunde normal angenommen. In aller Regel ist jedoch ein Risikozuschlag, d.h. ein erhöhter Beitrag erforderlich. Hin und wieder kann aufgrund der Gesundheitsvorgeschichte des Kunden kein Versicherungsschutz angeboten werden.

DBV versichert Feuerwehranwärter sowie Polizeianwärter ohne Gesundheitsprüfung
Im Gegensatz zu der zuvor beschriebenen Vorgehensweise geht die DBV – Deutsche Beamten Versicherung – nun einen anderen Weg. Ab sofort versichert die DBV alle Anwärter der Feuerwehr und Polizei bis auf weiteres ohne Gesundheitsprüfung in der privaten Krankenversicherung. Die DBV bietet hierfür derzeit für Beamtenanwärter zwei Tarifvarianten an, nämlich den in der Gesamtheit seiner Leistungen relativ starken Bausteintarif „BS“ sowie den preisgünstigen Tarif „Vision“.

Welche Vorteile bietet eine PKV ohne Gesundheitsprüfung
Ein Vorteil sticht natürlich sofort ins Auge. Selbst kleine Vorerkrankungen oder Beschwerden und Behandlungen in den vergangenen Jahren können bei einer regulären Antragstellung recht schnell dazu führen, dass die PKV einen Risikozuschlag für erforderlich hält oder im schlimmsten Fall den Antrag ablehnt. Dies kommt auch teilweise bei völlig banalen Dingen vor wie z.B. bei einer Allergie/Heuschnupfen, Schilddrüsenunterfunktion, Knick-Senk-Spreiz-Fuß, Skoliose, Bänderriss, Psychotherapie oder verschriebenen Massagen etc. Aus subjektiver Kundensicht betrachtet sind dies natürlich Lappalien, aus Sicht des Versicherers jedoch Dinge, die statistisch gesehen häufig zu nicht unerheblichen Folgekosten führen.All diese Punkte sind bei Feuerwehranwärtern und Polizeianwärtern, also in der Regel Beamtenanwärtern auf Widerruf, nun außer Kraft gesetzt. Der genannte Personenkreis wird bei der DBV ohne Gesundheitsprüfung versichert. Feuerwehr- und Polizeianwärter werden nicht abgelehnt und ohne jeglichen Beitragszuschlag angenommen.Ein weiterer Vorteil, welcher aus meiner Sicht noch schwerwiegender ist, ist folgender: Dadurch, dass es keine Gesundheitsprüfung gibt, besteht für den Kunden auch niemals die Gefahr, dass die Gesellschaft in den ersten Jahren aufgrund einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht (fehlerhaft beantwortete Gesundheitsfragen) vom bereits geschlossenen Krankenversicherungsvertrag zurücktreten kann. Dies ist in der Praxis eine nicht unerhebliche Gefahr für den Kunden.

Was ist zu beachten?
Die DBV setzt für den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung voraus, dass der Kunde den Antrag innerhalb von 3 Monaten ab Beginn der Tätigkeit als Polizei- oder Feuerwehranwärter stellt. Auch müssen hier weitere Formvorschriften und Fristen beachtet werden und es muss die „Feststellung zur Diensttauglichkeit“ des jeweiligen Dienstherrn beigefügt werden.

Welche Nachteile bietet eine PKV ohne Gesunheitsfragen?
Die DBV verlässt sich darauf, dass die Aufnahmeprüfung bei neuen Feuerwehr- und Polizeianwärtern so schwierig ist, dass bereits im Vorhinein durch den Dienstherrn selbst gesundheitlich vorbelastete Personen herausgefiltert worden sind und es nicht zu einer Belastung des Versicherungskollektives kommt. Würde diese Annahme nicht aufgehen, müsste mit einem überdurchschnittlich hohen Beitragsanpassungsbedarf im Versichertenbestand gerechnet werden.

Fazit:
Entscheidend für die Auswahl einer PKV sollte nicht alleine sein, welcher Versicherer ohne Gesundheitsprüfung und somit auch ohne Risikozuschlag den Krankenversicherungsschutz anbietet. Auch hier sollte zunächst der individuelle Bedarf im Bezug auf Leistungen besprochen werden und im Vordergrund stehen. Sollte ein DBV Tarif den Bedarf erfüllen können, spricht nichts dagegen hier einen Antrag zu stellen. Bei Fragen können Sie gerne Kontakt zu mir aufnehmen.