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Optionstarif in der PKV – Aufnahmegarantie der Privaten Krankenversicherung

Optionstarif PKV

Ein PKV-Optionstarif bietet eine Zugangsmöglichkeit zur Privaten Krankenversicherung. Diese ist immer dann sinnvoll, wenn zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Wechsel in die Private Krankenversicherung möglich ist. Im Rahmen des Optionstarifes wird der aktuelle Gesundheitszustand „eingefroren“.

Sobald in der Zukunft der Wechsel in die Private Krankenversicherung prinzipiell möglich ist, kann dann die PKV-Option in Anspruch genommen werden. Ohne erneute Gesundheitsprüfung steht nun der Zugang zur Privaten Krankenversicherung offen. Man kann daher durchaus von einer Aufnahmegarantie bei vorhandenem Optionstarif sprechen.

Warum Optionstarif

Vielen steht aufgrund der persönlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. Ausbildung Studium, Beruf und Einkommenshöhe, der Weg in die Private Krankenversicherung nicht direkt offen. Oft kann man jedoch schon recht früh absehen, ob der Wechsel in eine PKV grundsätzlich einmal in Frage kommen könnte. Insbesondere sind hier zu nennen:fachärztin im gespräch

  • Studenten Medizin
  • Studenten Lehramt
  • andere Studenten
  • Angestellte mit Einkommen knapp unterhalb Versicherungspflichtgrenze

Meistens beschäftigt man sich allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Thema PKV, nämlich dann, wenn die Rahmenbedingungen einen Wechsel grundsätzlich möglich machen. Sofern nun eine Private Krankenversicherung beantragt werden soll, muss eine Gesundheitsprüfung durchlaufen werden. Das Ergebnis könnte jedoch sein, dass die Versicherer den Kunden ablehnen oder nur mit Erschwernissen aufnehmen. Sogar „Kleinigkeiten“ wie z.B. kürzlich vorhandene Rückenbeschwerden, eine Allergie, ein Sportunfall oder das Aufsuchen eines Psychotherapeuten während des stressigen Studiums, können den Weg in die PKV verhindern oder zumindest durch Risikozuschläge deutlich unattraktiver werden lassen.

Leistungen des Optionstarifes

PKV-Optionstarife sehen keine Krankenversicherungsleistungen im eigentlichen Sinne vor. Sie dienen einzig und alleine dazu, sich die Wechselmöglichkeit in die Private Krankenversicherung für die Zukunft offen zu halten. Um jedoch von weiteren Zusatzleistungen auch schon als gesetzlich Versicherter profitieren zu können, gibt es die Möglichkeit einen Optionstarif mit einer Krankenzusatzversicherung zu kombinieren, z.B. mit einer stationären Zusatzversicherung, Zahnzusatzversicherung oder ambulanten Zusatzversicherung.

Die Auswahl des Optionstarifes

Der Optionstarif hat ausschließlich Gültigkeit für einen PKV-Anbieter. Natürlich kann man sich später auch für eine andere Gesellschaft entscheiden. Dort fiele dann aber eine neue Gesundheitsprüfung an. Berufliche Pläne sollten daher bei der Auswahl des Versicherers auch eine Rolle spielen, z.B. dann, wenn eine Verbeamtung einmal wahrscheinlich ist oder man als Arzt oder Zahnarzt tätig werden möchte. Nicht jeder Versicherer bietet nämlich auch qualitativ hochwertige Beamten- bzw. Medizinertarife.

Je nach Anbieter haben PKV-Optionstarife unterschiedliche Maximallaufzeiten. Ausschließlich innerhalb der Vertragslaufzeit kann die Option genutzt werden. Wichtig ist es auch auf die Frist zu achten, in welcher man nach Wegfall der GKV-Pflicht den Wechsel vollziehen muss.

Kosten des Optionstarifes

Ein PKV-Optionstarif kostet durchschnittlich nur etwa 5,- € monatlich. Grund für den Wechsel in eine Private Krankenversicherung sollte in erster Linie eine hochwertige Versorgung bei dauerhaft garantierten Leistungen sein. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings auch, dass damit in vielen Fällen im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkastudentin am berlegensse eine spürbare Beitragsersparnis verbunden sein kann. Insbesondere ist dies der Fall, wenn man in der PKV für Mediziner spezielle Ärztetarife oder für Beamte beihilfekonforme Beamtentarife nutzen kann.

Bei Angestellten kann man nach Verrechnung des Arbeitgeberzuschusses durchaus mit einer Verringerung des effektiven monatlichen Beitragsaufwandes von 100 Euro bis 200 Euro rechnen. Bei Beamten ist es aufgrund der Beihilfesituation zum Teil noch deutlich mehr. Ersparnisse von 300 Euro bis 400 Euro sind keine Seltenheit, da die GKV keine dem Bedarf angemessenen Quotentarife vorsieht.

Fazit

Wenn man sich vor Augen führt, dass man über Jahrzehnte in der PKV einen deutlich geringeren Beitragsaufwand haben könnte und parallel dazu – je nach gewähltem Tarif – nach allen Regeln der ärztlichen Kunst behandelt würde, so sollte man den rechtzeitigen Abschluss eines Optionstarifs unbedingt in Erwägung ziehen, so früh und gesund wie möglich.

Nehmen Sie dazu unbedingt eine professionelle Beratung in Anspruch, um herauszufinden, ob ein PKV-Optionstarif Ihnen nutzen kann und bei welchem Anbieter Sie unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Umstände gut aufgehoben sind.