Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung können Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Dann zahlen Sie einen prozentualen Anteil der Kosten oder einen exakt festgelegten Betrag selbst. Dadurch lässt sich der Beitrag für die Krankenabsicherung senken. Doch wie sinnvoll ist die Selbstbeteiligung bei der PKV für Beamte, die sich bereits zu vergünstigten Konditionen versichern können?

Was ist eine Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung?

Eine Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung bedeutet, dass die Versicherten einen Teil ihrer Krankheitskosten selbst bezahlen. Dabei können sie einen prozentualen Anteil der Gesamtkosten oder einen fixen Betrag vereinbaren. Beträgt der Selbstbehalt beispielsweise 10 Prozent, müssen sie bei einer Rechnung über 1.000 Euro für medizinische Leistungen 100 Euro selbst aufbringen. Meist wird bei diesem Modell ein Maximalbetrag festgelegt. Sobald dieser innerhalb eines Versicherungsjahres erreicht wurde, entfällt der Eigenanteil für zukünftige Maßnahmen.

Bei einem fixen Selbstbehalt erstattet der Versicherer die Kosten, sobald diese den vereinbarten Betrag übersteigen. Liegt der Eigenanteil bei 500 Euro im Jahr, erhalten die Versicherten erst bei Überschreiten dieser Summe die eingereichten Rechnungen erstattet.

Genereller und leistungsbezogener Eigenanteil

Bei einer privaten Krankenversicherung ist zwischen einer generellen Selbstbeteiligung und einem Eigenanteil für bestimmte Leistungen zu unterscheiden. Bei einem generellen Selbstbehalt gilt dieser für alle Leistungen, die Versicherte in Anspruch nehmen.

Hingegen kann diese Regelung auch nur für bestimmte Leistungsbausteine vereinbart sein, beispielsweise für zahnärztliche Maßnahmen oder Krankenhausaufenthalte. Dann müssen sich die Versicherten nur an den Kosten beteiligen, wenn sie die jeweiligen Leistungen in Anspruch nehmen. Für alle anderen Maßnahmen wird kein Selbstbehalt fällig.

Weshalb wird eine Selbstbeteiligung in der privaten Krankenversicherung vereinbart?

Eine Selbstbeteiligung dient dazu, die Kosten für eine private Krankenversicherung zu senken. Denn durch den Einschluss eines Eigenanteils sinkt der Beitrag erheblich. Gerade bei älteren oder vorbelasteten Personen und Versicherten mit einem umfassenden Leistungsumfang kann ein Eigenanteil ratsam sein, um ihre PKV-Kosten zu regulieren.

Außerdem gibt es Tarife, die obligatorisch einen Selbstbehalt für bestimmte Leistungen vorsehen. Zum Beispiel im Bereich der Zahnabsicherung. Erstattet der Versicherer 80 Prozent für Zahnersatz, bleibt ein regulärer Eigenanteil von 20 Prozent für die Versicherungsnehmer.

Allerdings lohnt sich eine Selbstbeteiligung meist nur für gesunde Menschen. Denn schöpfen die Versicherten ihren Eigenanteil vollständig aus, entstehen ihnen dadurch Mehrkosten. Und diese können höher sein als die tatsächliche Kostenersparnis der Beitragsreduzierung.

Vereinbaren sie einen Eigenanteil von 1.000 Euro, den sie jedes Jahr vollständig bezahlen müssen, und reduzieren die Beiträge um lediglich 700 Euro jährlich, kostet sie der Eigenanteil mehr als die Versicherten sparen. Daher ist immer individuell zu prüfen, ob der Einschluss einer Selbstbeteiligung im Krankheitsfall die gewünschte finanzielle Erleichterung bringt.

Ist eine Selbstbedienung bei einer privaten Krankenversicherung für Beamte sinnvoll?

Es gibt nur wenig Tarife auf dem Markt, die eine private Krankenversicherung für Beamte mit Selbstbeteiligung anbieten. Und dies hat auch seinen Grund. Denn Beihilfeempfänger müssen wegen der Fürsorgepflicht ihres Dienstherrn nur noch 20 bis 50 Prozent ihrer Krankheitskosten versichern. Dadurch können sie sich bereits kostengünstig privat absichern.

Die Selbstbeteiligung in der PKV kann sich bei Beamten lediglich in bestimmten Leistungsbereichen lohnen. Wenn sie beispielsweise die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung einschließen möchten und keine Kostenbeteiligung von der Beihilfe vorgesehen ist. In diesem Fall sollte die Option eines Eigenanteils geprüft werden.

Die private Krankenversicherung für Beamte: Jetzt beraten lassen

Beihilfeempfänger erhalten von ihrem Dienstherrn einen Zuschuss zur Gesundheitsversorgung. Dadurch können sie sich besonders preiswert privat krankenversichern. Aus diesem Grund ist eine Selbstbeteiligung in der PKV für Beamte häufig nicht sinnvoll. Denn sie können ihre Prämie meist nicht ausreichend senken, sodass der Eigenanteil in einem angemessenen Verhältnis zur Kosteneinsparung steht. Dennoch ist es ratsam, diese Option zu prüfen. Insbesondere für Bausteine, die nicht im Leistungsumfang der Beihilfe abgedeckt sind und damit zu 100 Prozent versichert werden müssen.

Als Versicherungsexperte unterstütze ich Sie dabei. Gemeinsam überprüfen wir Ihren bestehenden Versicherungsschutz oder Ihre Möglichkeiten für eine private Krankenversicherung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit mir und lassen Sie sich beraten.

Vorerkrankungen führen in der privaten Krankenversicherung immer wieder zu Problemen. Denn bei Vertragsabschluss sind die Versicherungsgesellschaften dazu berechtigt, den Gesundheitszustand ihrer Antragsteller zu prüfen. Und leiden diese an schweren Krankheiten, die Einfluss auf den Versicherungsschutz nehmen können, verlangen sie teure Risikozuschläge, lehnen Leistungen oder gar den gesamten Antrag ab. Für Beamte mit Vorerkrankungen gibt es jedoch eine Besonderheit: die Öffnungsklausel.

Was sind Vorerkrankungen in der PKV?

Vorerkrankungen sind in der privaten Krankenversicherung Erkrankungen, Leiden und Gebrechen, die den Versicherungsschutz beeinflussen und die Leistungswahrscheinlichkeit des Versicherers erhöhen. Eine Grippe oder eine Magenverstimmung sind Volkskrankheiten, die sich nicht auf die PKV auswirken. Anders verhält es sich mit Krankheiten wie Rheuma, Diabetes, Multiple Sklerose, Depressionen oder Krebs. Diese Erkrankungen bedeuten für den Versicherer ein besonders hohes Risiko, dass der Kunde teure Behandlungen in Anspruch nimmt.

Grundsätzlich führt nicht jede Krankheit zu Schwierigkeiten. Einige Leiden werden lediglich vom Versicherer zur Kenntnis genommen, haben aber keine direkte Auswirkung auf den Versicherungsschutz. Andere Erkrankungen wiederum bewirken, dass der Anbieter einen Risikozuschlag verlangt. Das bedeutet, er erhöht die Prämie um einen prozentualen Anteil, um sein höheres Leistungsrisiko auszugleichen. Er kann auch bestimmte Leistungen vom Versicherungsschutz ausschließen. Oder im schlimmsten Fall lehnt er den Kunden ab.

Risikozuschläge, Leistungsausschlüsse, Ablehnung

Krankenversicherer haben verschiedene Möglichkeiten, auf Vorerkrankungen ihrer Antragsteller zu reagieren. Besonders häufig kommt es vor, dass sie einen Risikozuschlag verlangen. Dieser dient dazu, das höhere Risiko für die Inanspruchnahme von Leistungen aufgrund der bestehenden Erkrankung auszugleichen. Wie hoch der Zuschlag ausfällt, ist vor allem von dem Gesundheitszustand und der Schwere der Krankheit abhängig.

Eine weitere Option sind Leistungsausschlüsse. Dazu können die optionalen Zusatzleistungen gehören, die den Versicherungsumfang der Beihilfe erweitern. Wie die Unterbringung im Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung.

In besonders schweren Fällen bleibt als dritte Option die Ablehnung des Antrags. Das bedeutet, die Gesellschaft versichert den Kunden nicht zu seinen gewünschten Bedingungen und nimmt den Antrag in der vorgesehenen Form nicht an.

Bei Selbstständigen und Arbeitnehmern bedeutet eine Ablehnung, dass sie lediglich den Basistarif abschließen können. Und dieser Versicherungsschutz ähnelt stark dem Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei Beamten ist es üblich, dass Zusatzleistungen, die über die Beihilfe hinausgehen, nicht versicherbar sind. Dazu gehören beispielsweise die Unterbringung im Einbettzimmer bei Klinikaufenthalten, Heilpraktikerbehandlungen sowie Krankenhaus- und Kurtagegeld.

Besonderheit der PKV für Beamte mit Vorerkrankungen: Die Öffnungsklausel

Die Öffnungsklausel ist ein Angebot der PKV, speziell für Beamte mit Vorerkrankungen. Diese schafft Abhilfe, wenn die Gesellschaft einen Antrag aufgrund eines unverhältnismäßig hohen Leistungsrisikos ablehnen würde. Die teilnehmenden Versicherer verpflichten sich mit dieser Klausel dazu, Beamte vorbehaltlos aufzunehmen, auch wenn diese an (schweren) Erkrankungen leiden.

Im Rahmen der Öffnungsklausel können sich Beamte mit Vorerkrankungen privat krankenversichern. Der Versicherer führt zwar eine Gesundheitsprüfung durch, darf ihren Antrag aber nicht ablehnen. Der Gesellschaft steht es zu, einen Risikozuschlag von maximal 30 Prozent zu verlangen. Sie darf jedoch keine Leistungen ausschließen.

Leistungsumfang orientiert sich an der Beihilfeverordnung

Die Öffnungsklausel ermöglicht es allen Beamten, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand, eine private Krankenversicherung als Ergänzung zur Beihilfe abzuschließen. Doch gibt es dabei einen Haken: Der Leistungsumfang orientiert sich an der Beihilfeverordnung. Das bedeutet, es werden nur die Leistungen versichert, für die der Dienstherr einen Teil der Kosten übernimmt.

Demzufolge sind Wahlleistungen bei Krankenhausaufenthalten nur versicherbar, wenn diese auch anteilig von der Beihilfe getragen werden. Sieht die jeweils gültige Beihilfeverordnung keine Chefarztbehandlung oder Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer vor, lassen sich diese Leistungen auch nicht in der PKV abdecken. Denn Ergänzungs- und Zusatztarife stehen Beamten mit Vorerkrankungen, die von der Öffnungsklausel Gebrauch machen, nicht offen.

Die Öffnungsklausel nutzen

Um die Öffnungsklausel nutzen zu können, sind Fristen zu beachten. Die Beamten müssen sich innerhalb von sechs Monaten nach ihrer erstmaligen Verbeamtung an einen Krankenversicherer wenden, der diese im Angebot führt. Die Frist läuft ab Beginn des Beamtenverhältnisses.

Ferner steht die Öffnungsklausel nicht nur Beamten, sondern auch ihren Familienmitgliedern zur Verfügung. Somit können auch Ehe- oder Lebenspartner und Kinder mit Vorerkrankungen privat krankenversichert werden. Auch für sie gilt eine Frist von sechs Monaten, beginnend ab dem Datum ihrer erstmaligen Berücksichtigungsfähigkeit bei der Beihilfe.

Wichtig: Nicht jede Vorerkrankung führt zur Ablehnung

Beamte mit Vorerkrankungen haben es in der privaten Krankenversicherung schwerer. Zwar bietet die Öffnungsklausel ihnen die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Allerdings mit Einschränkungen und ohne die Option, Zusatzleistungen, die über die Beihilfe hinausgehen, zu beanspruchen.

Wichtig ist zu beachten, dass nicht jede Vorerkrankung sofort zur Ablehnung führt. Es gibt Krankheiten, die vom Versicherer nicht berücksichtigt werden. Oder maximal einen Risikozuschlag verlangen. In diesen Fällen können die Beihilfeempfänger einen regulären Tarif ohne Einschränkungen abschließen. Es ist daher entscheidend, vor Vertragsabschluss eine umgehende Prüfung vorzunehmen. Denn nicht nur wirkt sich jede Krankheit anders auf den Versicherungsschutz aus. Die Gesellschaften bewerten die Schwere der Erkrankungen auch unterschiedlich. So kann ein Leiden bei einem Anbieter zur Ablehnung führen und bei einem anderen Versicherer lediglich einen Risikozuschlag hervorrufen.

Gerne helfe ich Ihnen als Versicherungsexperte dabei, sich rundum zuverlässig abzusichern. Gemeinsam finden wir heraus, ob Ihre Vorerkrankung Einfluss auf den Versicherungsschutz nimmt und wie Sie sich am besten privat krankenversichern. Vereinbaren Sie jetzt hier einen Termin mit mir und lassen Sie sich beraten.

Eine private Krankenversicherung bietet Beihilfeempfängern viele Vorteile. Denn ihr Dienstherr übernimmt einen Teil der Krankheitskosten, wodurch sie sich besonders günstig versichern können. Doch ist eine PKV für Beamte auch mit Nachteilen verbunden. Und diese betreffen nicht nur Personen mit Vorerkrankungen, bei denen die Tarifauswahl deutlich eingeschränkt wird. Sondern auch Familien. In einigen Fällen können die Nachteile einer privaten Krankenversicherung sogar überwiegen, sodass die GKV für Beamte sinnvoller ist.

Nachteile der PKV für Beamte: Problematisch mit Vorerkrankungen

Eine private Krankenversicherung mit Vorerkrankungen abzuschließen, stellt Antragsteller vor Schwierigkeiten. Immer wieder kommt es zu Ablehnungen, teuren Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen. Doch für Beamte wurde diese Hürde herabgesetzt. Denn die privaten Krankenversicherer bieten die sogenannte Öffnungsklausel. Das bedeutet, Beihilfeempfänger können sich nach ihrer erstmaligen Verbeamtung innerhalb von sechs Monaten privat versichern. Dabei darf der Versicherer sie nicht aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen. Er kann lediglich einen Risikozuschlag von maximal 30 Prozent verlangen.

Doch birgt die Öffnungsklausel erhebliche Nachteile, was die PKV für Beamte mit Vorerkrankungen ungünstig machen kann. So wird der Tarif aufgrund des Risikozuschlags unter Umständen erheblich teurer. Außerdem werden die Antragsteller nur im Rahmen der Beihilfeverordnung versichert. Die private Krankenversicherung deckt nur die Leistungen ab, die auch der Dienstherr übernimmt. Eine Erweiterung, beispielsweise um Wahlleistungen im Krankenhaus, ist nicht möglich.

Teuer für Familien

Grundsätzlich ist die private Krankenversicherung für Beamte günstiger als für Arbeitnehmer und Selbstständige. Häufig sogar preiswerter als die Absicherung in der GKV. Allerdings nur für Alleinstehende. Denn die gesetzliche Krankenversicherung bietet für kindergeldberechtigte Kinder und nicht-erwerbstätige Ehe- und Lebenspartner die beitragsfreie Familienversicherung. Darüber lassen sich Familienmitglieder kostenlos mitversichern.

In der PKV hingegen muss für jede mitversicherte Person ein eigener Vertrag abgeschlossen werden. Und für diesen wird dann je ein Beitrag fällig. Daher birgt die PKV für Beamte mit Familie den Nachteil, dass die Absicherung bei mehreren Kindern sehr teuer werden kann.

Regelmäßige Beitragsanpassungen

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung steigen konstant an. So führen die Versicherer beinahe jährlich Erhöhungen durch – sehr zum Leidwesen der Versicherten. Denn nach rund 20 bis 25 Jahren verdoppelt sich ihre Prämie auf diese Weise.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass auch die Kosten der GKV steigen. Daher ist über Jahrzehnte betrachtet die Beitragsentwicklung innerhalb beider Systeme ähnlich. In den letzten zehn Jahren lag die gesetzliche Krankenversicherung mit 3,8 Prozent sogar über der PKV (2,3 Prozent).

Anbieterwechsel birgt Nachteile

Eine PKV ist eine Entscheidung für das Leben. Nicht nur, weil die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Sondern auch, weil sich ein Wechsel des Anbieters nur in Ausnahmefällen empfiehlt. Während ein Krankenkassenwechsel abgesehen vom Bonusprogramm keine Nachteile birgt, ist dies bei der PKV anders. Denn wechseln die Kunden ihren Versicherer, verlieren sie einen Großteil ihrer Altersrückstellungen. Und diese werden dazu genutzt, den Beitrag im Alter zu stabilisieren. So kann es passieren, dass ihre Prämie mit der Zeit erheblich ansteigt, da sie in jungen Jahren nur wenige Rückstellungen gebildet haben.

Beitrag ist nicht einkommensabhängig

Ein Vorteil der GKV ist, dass die Prämie anhand des Einkommens bemessen wird. Steigt die Besoldung, zahlen die Versicherten mehr für ihre Krankenabsicherung. Wird ihr Einkommen hingegen reduziert, sinkt auch ihr Krankenkassenbeitrag.

Bei der PKV jedoch wird die Prämie anhand personen- und versicherungsspezifischer Faktoren kalkuliert. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel die Versicherten verdienen. Reduzieren sie ihre Dienstzeit und haben eine geringere Besoldung, müssen sie nach wie vor denselben Beitrag erbringen.

Fazit: Die PKV birgt Nachteile für Beamte – aber nicht für jeden

Die PKV birgt auch für Beamte Nachteile. Insbesondere für Personen mit Vorerkrankungen und große Familien, die mit teuren Beiträgen rechnen müssen. Doch obwohl die Schwächen der privaten Krankenversicherung nicht außer Acht gelassen werden dürfen, zeigt die Praxis, dass die PKV dennoch für viele Beamte die beste Wahl ist. Denn in den meisten Fällen überwiegen die Vorteile wie günstige Beiträge und ein umfangreicher Versicherungsschutz.

Grundsätzlich ist es wichtig, die Krankenversicherung individuell zu betrachten. Denn jeder Beamte hat einen eigenen, persönlichen Bedarf und spezifische Ansprüche an den Versicherungsschutz. Gerne unterstütze ich Sie dabei und prüfe für Sie, ob eine PKV in Ihrem Fall sinnvoll ist und wie Sie sich am besten absichern. Vereinbaren Sie dafür hier einen Termin mit mir.

Die PKV bietet für Beamte erhebliche Vorteile gegenüber einer gesetzlichen Absicherung. Sowohl im Hinblick auf die Leistungen wie auch unter Berücksichtigung finanzieller Aspekte. Im Folgenden erfahren Sie, welche Vorzüge die private Krankenversicherung für Beihilfeempfänger bereithält.

Günstiger Beitrag durch Beihilfeanspruch

Beamte haben Anspruch auf mindestens 50 Prozent Beihilfe. Je nach Bundesland und familiärer Situation steigt der Satz sogar auf 70 Prozent. Da ihr Dienstherr einen Teil ihrer Krankheitskosten übernimmt, benötigen sie keine vollwertige private Krankenversicherung, sondern lediglich eine Restkostenversicherung. Die PKV trägt dann die verbleibenden 30 bis 50 Prozent der medizinischen Kosten. Dieser Umstand ist ein entscheidender Vorteil der PKV für Beamte. Denn ihr Beitrag fällt dementsprechend niedrig aus.

Zum Vergleich: Bei einer Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist der Beitrag einkommensabhängig. Umso höher die Besoldung, desto mehr zahlen die Beamten für ihre Krankenversicherung. Ein entscheidender Faktor, weshalb sich rund 85 Prozent aller Beihilfeempfänger für die PKV aussprechen.

Preiswerte Tarife für Anwärter

Besonders günstig privat krankenversichern können sich Beamtenanwärter. Denn viele PKV-Anbieter halten spezielle Anwärtertarife bereit, die für die Ausbildungszeit gültig sind. Dabei verzichten die Versicherer auf Altersrückstellungen, wodurch der Beitrag erheblich sinkt. Erst nach ihrer Verbeamtung auf Lebenszeit oder einer maximalen Laufzeit von zwei Jahren wandelt sich der Tarif in eine vollwertige Restkostenversicherung um und der Beitrag steigt – wie auch die Besoldung.

Entscheidende Leistungsvorzüge

Neben den finanziellen Vorteilen spricht vor allem das Leistungsplus für eine PKV bei Beamten. Denn die Leistungen der privaten Krankenversicherung sind gegenüber der gesetzlichen Absicherung besser. Privattarife kommen für Sehhilfen und alternative Heilmethoden auf, bieten eine gute Erstattung bei zahnärztlichen Maßnahmen und, je nach Tarif, eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer bei Klinikaufenthalten.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Ärzte Privatpatienten mit höheren Sätzen abrechnen dürfen. Dadurch erhalten Privatversicherte meist schneller Termine bei Fachärzten. Zudem können sie reine Privatärzte und -kliniken aufsuchen. Die meisten Tarife decken zudem die Behandlung im Ausland ab.

Bessere Leistungen bei zahnärztlichen Maßnahmen

Gesetzlich Versicherte erhalten bei zahnärztlichen Maßnahmen eine Grundversorgung, die wirtschaftlich und ausreichend ist. Wünschen sie einen höherwertigeren oder andersartigen Zahnersatz, müssen sie die Mehrkosten dafür selbst bezahlen. Beispielsweise wenn sie eine Füllung aus zahnfarbenem Kunststoff außerhalb des Sichtbereichs bevorzugen. Oder eine Zahnkrone aus Keramik. Insbesondere bei umfangreichen Maßnahmen wie Implantaten, Prothesen und Brücken kann dadurch ein Eigenanteil von mehreren Tausend Euro entstehen.

Eine private Krankenversicherung deckt diese Kosten im Rahmen der tariflichen Vereinbarungen ab. Sie erstattet je nach Tarif mindestens 50 Prozent – bei guten Premiumtarifen sogar bis zu 100 Prozent der Kosten.

Freie Arzt- und Krankenhauswahl

Privatversicherte haben im Regelfall eine freie Arzt- und Krankenhauswahl. Sie können also selbst entscheiden, in welcher Klinik und von welchem Facharzt sie sich behandeln lassen. Zudem steht ihnen die Möglichkeit offen, auf Privatkliniken und Privatärzte zurückzugreifen.

Individuell auf den Bedarf anpassbar

Entscheidend für eine PKV ist, dass sich die Leistungen dem individuellen Bedarf anpassen lassen. Wer Wert auf die Unterbringung im Einbettzimmer und Chefarztbehandlung bei Krankenhausaufenthalten legt, kann diesen Baustein in den Versicherungsschutz einschließen. Oder eine höhere Erstattung für Zahnersatz vereinbaren.

Die Grundleistungen lassen sich durch folgende Leistungsbausteine bedarfsgerecht ergänzen:

Familienmitglieder von Beamten profitieren in der PKV von denselben Vorteilen

Familienmitglieder wie Kinder und Ehegatten sind unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls beihilfeberechtigt. Sie haben dann die Möglichkeit, wie der Beamte selbst, eine Restkostenversicherung der PKV abzuschließen. Dadurch genießen auch sie die Vorteile der privaten Krankenversicherung zu einem vergünstigten Beitrag.

Fazit: Erhebliche Vorteile der PKV für Beamte

Die PKV bietet für Beamte erhebliche Vorteile. Sie können sich zu günstigen Konditionen versichern, da sie lediglich eine Restkostenversicherung abschließen müssen. Zudem sind die Leistungen einer privaten Krankenversicherung im Regelfall besser als die Absicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse: Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, höhere Erstattung bei Zahnersatz, Sehhilfen und alternativen Heilmethoden. Diese und weitere Faktoren sprechen bei Beihilfeempfängern für eine Versicherung in der PKV.

Dennoch ist eine Krankenabsicherung immer individuell. Und in einigen Fällen kann trotz aller Vorteile der PKV die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte sinnvoller sein. Daher ist es wichtig, sich umfangreich und bedarfsgerecht beraten zu lassen. Gerne stehe ich Ihnen dafür zur Verfügung. Vereinbaren Sie dazu hier einen Termin mit mir.

Mit der Beihilfe kommt ein Dienstherr der Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bediensteten nach und beteiligt sich an den Kosten für ihre medizinische Versorgung und gesundheitliche Vorsorge. Doch welche Berufsgruppen sind überhaupt beihilfeberechtigt und können eine leistungsstarke und kostengünstige PKV für Beamte abschließen?

Welche Berufsgruppen sind beihilfeberechtigt?

Generell gilt: Beihilfeberechtigt sind – zunächst unabhängig von der Berufsgruppe – nur Beamte und deren berücksichtigungsfähigen Angehörige. Und als Beamter gilt, wer förmlich von seinem Dienstherrn ernannt wurde und im Besitz einer Ernennungsurkunde ist. Aus diesem Grund gilt es zunächst nicht zu klären, welche Berufsgruppe beihilfeberechtigt ist. Sondern in welchen Berufen eine Verbeamtung vorgesehen oder möglich ist.

In Deutschland gibt es rund 130 Beamtenberufe. Die Berufsgruppen folgender Branchen sind nach ihrer Verbeamtung beihilfeberechtigt:

Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten sind in ihrem Dienst hohen Risiken ausgesetzt. Daher erhalten sie eine besondere Form der Gesundheitsversorgung: Die Heilfürsorge, deren Leistungen über die Beihilfe hinausgehen.

Beihilfeberechtigung wird im Beamtengesetz geregelt

Wer Beamter ist und eine Beihilfe erhält, wird im Beamtengesetz geregelt. Dieses gilt in erster Linie für Bundesbeamte. Zudem kann jedes Land seine eigenen Regelungen zum Beihilferecht erstellen. Somit ist auch immer die jeweilige Landesverordnung zur Beihilferegelung zu berücksichtigen.

Im Regelfall ernennt ein Dienstherr seine Beamten auf Lebenszeit – unabhängig davon, ob sie den einfachen, mittleren, gehobenen oder höheren Dienst anstreben. Davor müssen sie jedoch eine Probezeit durchlaufen. Bis die Verbeamtung auf Lebenszeit erfolgt, werden die Staatsdiener zunächst Beamte auf Probe/auf Widerruf. In den meisten Berufsgruppen sind die Beamtenanwärter bereits beihilfeberechtigt. Das bedeutet, sie erhalten von ihrem Dienstherrn dieselbe Gesundheitsversorgung in Form der Beihilfe wie ein Beamter auf Lebenszeit. Es gibt jedoch einige Ausnahmen.

Diese Berufsgruppen sind während der Anwärterzeit nicht beihilfeberechtigt

Vor allem bei einer höheren Beamtenlaufbahn werden nicht alle Anwärter zu Beamten auf Widerruf ernannt. Dies betrifft insbesondere Rechtsreferendare, die sich während ihrer Ausbildungszeit in den meisten Bundesländern in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis befinden. Somit sind sie nicht beihilfeberechtigt und werden in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Erst nach ihrer Ernennung als Beamte auf Lebenszeit beginnt der Beihilfeanspruch und es besteht die Option, eine PKV abzuschließen. Wohingegen Lehramtsreferendare in den meisten Ländern zu Beamten auf Widerruf ernannt werden.

In welchen Berufsgruppen keine Verbeamtung während der Ausbildungszeit vorgesehen ist, wird individuell in der jeweiligen Landesverordnung geregelt.

Fazit: Nicht jede Berufsgruppe im Staatsdienst ist beihilfeberechtigt

Eine Beamtenlaufbahn bringt viele Vorteile mit sich. Der Sold kommt immer pünktlich und die Versorgung im Ruhestand ist gut. Zudem hat der Dienstherr gegenüber seinen Bediensteten eine besondere Fürsorgepflicht, der er mit der Beihilfe nachkommt. Und dieser Zuschuss zu den Krankheitskosten ermöglicht es Beamten, sich günstig und umfangreich privat kranken zu versichern.

Doch nicht jede Berufsgruppe im Staatsdienst ist beihilfeberechtigt. Zudem werden Anwärter in einigen Ländern und in bestimmten Berufen nicht verbeamtet, wodurch sie auch keine Beihilfeansprüche haben. Welche Regelungen für den eigenen Dienst gelten, lässt sich der jeweiligen Landesverordnung entnehmen.

Gerne helfe ich Ihnen dabei, sich für Ihre Zeit im Staatsdienst rundum gut zu versichern. Mit einer preiswerten Restkostenversicherung, womit Sie alle Vorteile der privaten Krankenversicherung zu günstigen Konditionen nutzen können. Oder auch mit einer Krankenzusatzversicherung, wenn keine Verbeamtung vorgesehen ist und Sie die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse aufstocken möchten. Vereinbaren Sie dazu hier einen Termin mit mir und lassen Sie sich beraten.

Beamte schließen aufgrund ihrer Beihilfe eine private Krankenversicherung mit besonders günstigen Konditionen ab. Doch Risikozuschläge wegen von Vorerkrankungen und einem höheren Krankheits- oder Unfallrisiko des Antragstellers können den Beitrag maßgeblich verteuern und zu hohen Mehrausgaben führen.

Was sind Risikozuschläge in der privaten Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung funktioniert nach dem Äquivalenzprinzip: Die Beiträge der PKV werden grundsätzlich äquivalent zu dem versichernden Risiko berechnet. Das bedeutet, die Prämie ist abhängig vom individuellen Risiko einer Person, das sich aus ihrem Eintrittsalter, den zu versichernden Leistungen und ihrem persönlichen Risiko ergibt.

Wenn ein Antragsteller nun ein besonders hohes Risiko für Versicherungsfälle aufweist, darf die private Krankenversicherung einen sogenannten Risikozuschlag verlangen. Zum Beispiel weil die zu versichernde Person an Vorerkrankungen leidet oder ein gefahrenerhöhendes Hobby in ihrer Freizeit ausübt. Diesem Risiko wirkt der Versicherer entgegen, indem er einen Beitragszuschlag voraussetzt. Wie hoch dieser ausfällt, ist von der Kalkulation des Versicherers abhängig. Der Zuschlag kann rund fünf bis 30 Prozent des regulären Beitrags betragen.

Wann fallen Risikozuschläge an?

Wann ein Versicherer einen Risikozuschlag verlangen darf, ist in den Bedingungen hinterlegt. Im Regelfall können die folgenden Faktoren zu einer Erhöhung des Beitrags führen:

Je nach Krankheit stellt der Risikozuschlag für die zu versichernde Person eine gute Option dar. Denn die Alternativen dazu können eine Ablehnung des Antrags oder ein Leistungs- beziehungsweise Risikoausschluss sein. Letzteres bedeutet, dass der Versicherer alle Leistungen vom Schutz ausschließt, die mit der bestehenden Krankheit verbunden sind. In besonders schweren Fällen kann sogar eine Ablehnung des Antrags erfolgen. Häufig ist dies der Fall, wenn es sich um schwere Erkrankungen wie Krebs, ALS oder Multiple Sklerose handelt.

Folgende Krankheiten und Leiden führen in den meisten Fällen zu einem Risikozuschlag:

Kontrahierungszwang bei Beamten

Bei Arbeitnehmern und Selbstständigen kann eine schwere Vorerkrankung dazu führen, dass ihr Antrag von der Versicherung abgelehnt wird. In diesem Fall bleibt ihnen nur die (freiwillige) Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse oder der Basistarif, dessen Leistungen der GKV ähneln. Bei Beamten besteht allerdings ein Kontrahierungszwang. Das bedeutet, der Versicherer muss die verbeamteten Antragsteller aufnehmen, auch wenn sie an Vorerkrankungen leiden. Er darf dann einen maximalen Zuschlag von rund 30 Prozent verlangen.

Kein Annahmezwang besteht jedoch bei Beamtenanwärtern. Ihnen bleibt bei schweren Vorerkrankungen oftmals nur Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung zu werden und erst bei der Verbeamtung auf Probe oder Lebenszeit in die PKV zu wechseln.

Die Öffnungsklausel für Beamte: PKV ohne Risikozuschläge

Beamte mit Vorerkrankungen, die aufgrund ihres Risikos teure Beitragszuschläge oder sogar eine Ablehnung erhalten würden, können die sogenannte Öffnungsklausel nutzen. Diese richtet sich an Beamte auf Probe, auf Widerruf und auf Lebenszeit, die noch keine private Krankenversicherung abgeschlossen haben. Sie haben nach ihrer erstmaligen Verbeamtung sechs Monate Zeit, um eine PKV mit der Öffnungsaktion abzuschließen. In diesem Fall verzichtet der Versicherer auf eine Gesundheitsprüfung und damit verbundene Risikozuschläge.

Die Öffnungsklausel ist besonders für neue Beamte mit schweren Vorerkrankungen geeignet. Denn sie ermöglicht ihnen den Zugang zur PKV trotz bestehender Erkrankungen. Allerdings ist zu beachten, dass Tarife über die Öffnungsaktion nur einen eingeschränkten Versicherungsschutz bieten. Denn dieser orientiert sich gänzlich an der Beihilfe. Es sind somit nur Leistungen versichert, die auch von der Beihilfe übernommen werden. Zusätzliche Leistungen wie eine verbesserte Unterbringung bei Krankenhausaufenthalten kann nicht in den Vertrag aufgenommen werden, wenn dies nicht vom Dienstherrn bezuschusst wird.

Fazit: Risikozuschläge in der privaten Krankenversicherung für Beamte

Der Gesundheitszustand spielt beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Beamte eine erhebliche Rolle. Ebenso potenzielle Risikofaktoren wie gefährliche Hobbys oder Gefahren, denen die Versicherten in ihrem Berufsleben ausgesetzt sind. All diese Merkmale können dazu führen, dass die Krankenversicherer einen Beitragszuschlag verlangen, der bis zu 30 Prozent der regulären Prämie betragen kann.

Deshalb ist es besonders wichtig, vor Vertragsabschluss die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten. Die Öffnungsklausel der PKV empfiehlt sich vor allem für Beamte, die aufgrund einer schweren Erkrankung hohe Mehrkosten oder eine Ablehnung fürchten müssen. Aber nicht jede Erkrankung führt automatisch zu Schwierigkeiten. Daher ist es sinnvoll, zunächst eine anonyme Vorabanfrage zu stellen und die Aufnahmementalität des Versicherers zu überprüfen. Als Versicherungsmakler helfe ich Ihnen dabei. Gemeinsam finden wir die passende private Krankenversicherung für Sie als Beamter, mit der Sie rundum gut versichert sind. Vereinbaren Sie hier einen Termin mit mir.

Es gibt viele Gründe, wieso Beamte oder Referendare ihre PKV kündigen möchten. Möglicherweise sind sie mit ihrem Anbieter nicht zufrieden oder eine andere Gesellschaft bietet eine Absicherung mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch aus welchen Beweggründen diese auch ausgesprochen werden soll, gibt es bei der Kündigung einer privaten Krankenversicherung einiges zu beachten.

Wann lässt sich eine private Krankenversicherung kündigen?

Für Beamte und Referendare gibt es einige Besonderheiten beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung. Denn sie erhalten von ihrem Dienstherrn einen Krankheitskostenzuschuss in Form der Beihilfe, weshalb sie lediglich eine Restkostenversicherung abschließen müssen. Dennoch gelten für sie dieselben Kündigungsfristen wie für alle anderen Versicherten: Sie können als Beamter oder Referendar ihre PKV ordentlich mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Bei den meisten Gesellschaften entspricht das Versicherungsjahr dem Kalenderjahr. Somit muss das Kündigungsschreiben spätestens am 30. September bei dem Versicherer eingegangen sein. Allerdings kann es je nach Anbieter Abweichungen geben und andere Zyklen vorgesehen sein. Dies ist dem Versicherungsschein zu entnehmen.

Nachweis über Folgeversicherung unerlässlich

In Deutschland gilt eine allgemeine Versicherungspflicht zur Krankenabsicherung. Wer seine PKV kündigt, muss daher dem Versicherer nachweisen können, dass eine neue Absicherung besteht. Und eine lückenlose Anschlussversicherung vorgesehen ist. Die Kündigung wird somit nur wirksam, wenn dem Versicherer ein Nachweis über eine Folgeversicherung noch vor dem letzten Versicherungstag eingereicht wird.

Sonderkündigungsrecht: Außerordentliche Kündigung der PKV

Eine ordentliche Kündigung wird spätestens drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres ausgesprochen. Daneben gibt es noch das sogenannte Sonderkündigungsrecht. In diesem Fall ist eine außerordentliche Kündigung der privaten Krankenversicherung aus bestimmten Gründen möglich.

In den folgenden Fällen besteht ein Sonderkündigungsrecht:

In den ersten beiden Fällen ist vorgesehen, dass die Versicherten in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren. Bei einer Beitragserhöhung hingegen besteht die Möglichkeit, die PKV zu kündigen und zu einem anderen privaten Krankenversicherer zu wechseln. Hierfür gilt eine Frist von zwei Monaten, nachdem die Mitteilung zur Beitragserhöhung beim Versicherten eingegangen ist.

Wie funktioniert die Kündigung der PKV als Beamter oder Referendar?

Die Kündigung einer privaten Krankenversicherung muss immer schriftlich erfolgen. In dem Schreiben müssen die Vertragsnummer, das Datum, der Kündigungstermin und die Unterschrift des Versicherten enthalten sein. Bei einer außerordentlichen Kündigung sollte zudem die Angabe von Gründen erfolgen.

Sofern bereits eine Nachversicherung besteht, ist diese dem Schreiben beizulegen. Wenn nicht, muss sie dem Versicherer zeitnah nachgereicht werden. Andernfalls wird die Kündigung als unwirksam erklärt und der Vertrag bleibt bestehen.

Die Kündigung sollte immer als Einschreiben versendet werden. Auf diese Weise liegt ein Nachweis vor, wann das Dokument dem Versicherer zugesandt wurde. In der Regel wird dieses innerhalb von spätestens 14 Tagen von der Gesellschaft bestätigt.

Ist es sinnvoll, die PKV als Beamter zu kündigen?

Ob eine Kündigung der PKV für Beamte und Referendare sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn generell ist dieses Vorgehen mit Nachteilen verbunden. So müssen die Versicherten bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter erneut eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Dabei können Vorerkrankungen zu teuren Risikozuschlägen oder sogar zu einer Ablehnung des gewünschten Tarifs führen. Daher ist eine Kündigung grundsätzlich nur ratsam, wenn keine schweren Vorerkrankungen bestehen.

Ferner ist zu beachten, dass die private Krankenversicherung Altersrückstellungen bildet. Dieser zusätzliche Sparbetrag sorgt dafür, dass die Prämie im Alter stabil bleibt und wirkt hohen Beitragssteigerungen entgegen. Bei einer Kündigung der PKV und einem Wechsel zu einem anderen Anbieter geht ein Großteil der Altersrückstellungen verloren. Somit kann der Beitrag mit zunehmendem Alter deutlich steigen.

Den Nachteilen entgegen steht jedoch, dass insbesondere ein Anbieterwechsel auch Vorteile bringen kann. Nämlich dann, wenn der Versicherer laufend die Beiträge erhöht. Oder es keinen guten Alternativtarif für einen internen Wechsel gibt. In diesem Fall kann es durchaus sinnvoll sein, die PKV als Beamter oder Referendar zu kündigen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Lassen Sie sich jetzt beraten

Ob eine Kündigung ratsam ist, muss immer individuell geprüft werden. Als unabhängiger Versicherungsmakler bin ich Ihnen dabei gerne behilflich. Gemeinsam analysieren wir Ihren aktuellen Versicherungsschutz und Ihren persönlichen Bedarf. Auf diese Weise finden wir die optimale Absicherung für Sie. Schreiben Sie mir dafür gerne eine Nachricht oder rufen Sie mich an.

Die private Krankenversicherung bietet gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen viele Vorteile. Doch ist sie auch im Verruf, jedes Jahr teurer zu werden und nur jungen und gesunden Menschen offenzustehen. Warum sollten Sie sich als Beamter dennoch für die private Versicherung entscheiden?

Warum sollte ich mich als Beamter privat versichern?

Die meisten Beamten sind privat versichert. Damit wird deutlich, dass die PKV nicht nur etwas für junge und gesunde Menschen ist. Insbesondere Beamtenanwärter haben die Möglichkeit, mit der Öffnungsklausel trotz Vorerkrankungen eine private Krankenversicherung abzuschließen. Damit können angehende Beamte zu erleichterten Bedingungen in der PKV unterkommen.

Für Beamte besteht keinerlei Zwang zum Abschluss einer privaten Krankenabsicherung. Generell können sie also zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und der PKV wählen. Dennoch entscheiden sich die meisten Beamten für die private Absicherung. Denn diese bietet ihnen gegenüber der GKV erhebliche Vorteile.

1.      Beihilfeanspruch für Privatversicherte

Beamte haben einen Anspruch auf Beihilfe. Dabei handelt es sich um einen Krankheitskostenzuschuss des Dienstherrn. Dieser übernimmt mindestens 50 Prozent der Kosten im Krankheitsfall. Je nach Beamtenstatus und Bundesland auch mehr.

Einen Beihilfeanspruch haben aber nur Beamte mit einer privaten Krankenversicherung. Sind sie gesetzlich versichert, entfällt ihr Anspruch auf Beihilfe. Denn dann erbringt die GKV alle notwendigen Leistungen. Allerdings erhalten nicht alle Beamten wie Angestellte die Hälfte des Krankenkassenbeitrags von ihrem Dienstherrn bezahlt. In den meisten Ländern zahlen gesetzlich versicherte Beamte ihre Krankenabsicherung in voller Höhe selbst.

2.      Individuelle Tarifauswahl

Die private Krankenversicherung bietet für Beamte individuelle und speziell auf sie zugeschnittene Tarife. Der Vertrag passt sich dem Beihilfeanspruch an und kann bedarfsgerecht auf die Absicherungswünsche eines jeden einzelnen zugeschnitten werden. So lassen sich auch Leistungsbausteine absichern, die nicht von der Beihilfe gedeckt sind.

3.      Verbesserte und garantierte Leistungen

Gegenüber der Krankenkasse bietet eine private Krankenversicherung bessere Leistungen. So können die Versicherten Wahlleistungen im Krankenhaus, alternative Heilmethoden und hohe Erstattungssätze beim Zahnarzt in ihren Versicherungsschutz aufnehmen. Außerdem sind einmal vereinbarte Leistungen garantiert und dürfen nicht vom Versicherer gekürzt werden. Wohingegen die gesetzlichen Krankenversicherer Leistungskürzungen vornehmen können, die für alle Versicherten gleichermaßen gelten.

Ein weiterer Vorteil: Privatversicherte erhalten meist früher Termine bei Fachärzten und kommen in den Genuss innovativer Behandlungsmethoden.

4.      Günstige Beiträge

In den meisten Fällen ist die PKV für Beamte die günstigste Form der Krankenabsicherung. Denn versichern sie sich gesetzlich, zahlen sie in den meisten Bundesländern den Beitrag (14 Prozent, Stand 2021) in voller Höhe selbst. Sind sie jedoch privat versichert, haben sie den Anspruch auf Beihilfe. Damit benötigen sie keine teure Krankenvollversicherung, sondern lediglich eine sogenannte Restkostenversicherung. Diese deckt die Krankheitskosten, die nicht durch die Beihilfe gedeckt sind. Und ist daher erheblich günstiger als ein Volltarif für Selbstständige und Angestellte oder eine gesetzliche Absicherung.

Einen Anspruch auf eine Zuzahlung des Dienstherrn bei einer gesetzlichen Absicherung (pauschale Beihilfe) haben Beamte in den Ländern Hamburg, Bremen, Brandenburg, Thüringen und Berlin. 

Fazit: Darum sollten Sie sich als Beamter privat versichern

Die private Krankenversicherung für Beamte bietet gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen viele Vorteile. Die Leistungen sind meist besser und vertraglich garantiert. Wohingegen es bei der GKV immer wieder zu Kürzungen der Regelversorgung kommt. Außerdem haben privat versicherte Beamte einen Anspruch auf Beihilfe, während gesetzlich Versicherte nicht in allen Ländern einen Zuschuss von ihrem Dienstherrn für die GKV erhalten. Sie zahlen den Beitrag also in voller Höhe selbst.

In den meisten Fällen sollten Sie sich als Beamter privat versichern. Denn Sie haben erhebliche Vorteile gegenüber einer gesetzlichen Absicherung: bessere Leistungen, höhere Ansprüche und ein günstiger Beitrag, da nur die Restkosten abgedeckt werden müssen. Und steigt ihr Beihilfeanspruch, passt sich die PKV entsprechend an. Es gibt jedoch Situationen, in denen kann die GKV durchaus sinnvoller sein. Zum Beispiel bei großen Familien, bei denen für jedes Kind ein separater Beitrag verlangt wird. In diesem Fall kann die kostenlose Familienversicherung über die gesetzliche Krankenkasse die bessere Wahl darstellen.

Obwohl Sie sich als Beamter meist privat versichern sollten, empfehle ich Ihnen, Ihre Situation individuell prüfen zu lassen. Als Versicherungsmakler in Köln und Umgebung bin ich Ihnen dabei gerne behilflich. Ich beantworte alle Ihre Fragen zur PKV und betrachte ihre Lebens- und Arbeitssituation. Gemeinsam finden wir heraus, ob Sie sich als Beamter privat versichern sollten oder ob die gesetzliche Krankenversicherung für Sie sinnvoll sein kann. Rufen Sie mich dafür gerne an oder schreiben Sie mir eine Nachricht.

In den Bundesländern Hamburg, Bremen, Brandenburg, Thüringen und Berlin können sich Beamte für die pauschale Beihilfe entscheiden. Doch was bedeutet das für sie und welche Vor- und Nachteile sind mit dieser Entscheidung verbunden?

Die pauschale Beihilfe – was ist das?

Die Beihilfe ist eine finanzielle Unterstützung des Dienstherrn bei anfallenden Krankheitskosten bei Beamten und ihren beihilfeberechtigten Angehörigen. Seit 2018 gibt es zwei verschiedene Formen dieses Krankheitskostenzuschusses: die individuelle und die pauschale Beihilfe. Die individuelle Beihilfe sieht eine prozentuale Beteiligung an den Krankheitskosten vor. So übernimmt der Dienstherr beispielsweise 50 Prozent, während die restlichen 50 Prozent von einer Restkostenversicherung der PKV abgedeckt werden.

Die pauschale Beihilfe hingegen beteiligt sich nicht an den Krankheitskosten von Beamten. Stattdessen übernimmt der Dienstherr einen Teil der Kosten für die Krankenvollversicherung. Er fungiert somit wie ein Arbeitgeber bei Angestellten und bezuschusst die Krankenabsicherung. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beamten privat oder als freiwilliges Mitglied gesetzlich versichert sind.

Das Ziel der pauschalen Beihilfe ist, Beamte, die sich die PKV nicht leisten können oder aus anderen Gründen nicht privat versichert sind, finanziell zu entlasten. Denn zuvor hatten sie nur Anspruch auf einen Zuschuss ihres Dienstherrn, wenn sie eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben.

Individuelle vs. pauschale Beihilfe

Individuelle Beihilfe Pauschale Beihilfe
- Dienstherr beteiligt sich prozentual an den anfallenden Krankheitskosten

- Beilhilfeanspruch besteht für die in der Beihilfeverordnung genannten Leistungen

- Restbetrag wird durch eine private Krankenversicherung (Restkostenversicherung) abgedeckt, welche die Beamten in voller Höhe selbst bezahlen

- Dienstherr beteiligt sich an den Kosten für die Krankenvollversicherung

- Unabhängig davon, ob die Beamten gesetzlich oder privat krankenversichert sind

-Zuschuss begrenzt auf die Hälfte des Höchstbetrags

- Es besteht kein Anspruch auf die Kostenübernahme von beihilfefähigen Leistungen

Wie hoch ist die pauschale Beihilfe?

Der Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung orientiert sich am Arbeitgeberanteil zur GKV. So übernimmt der Dienstherr bei gesetzlich Versicherten die Hälfte der Kosten für ihre Krankenabsicherung. Sind sie privat versichert, wird ebenfalls die Hälfte des Beitrags übernommen. Aber maximal 50 Prozent des Höchstbeitrags zur GKV.

Nicht nur der Beamte hat Anspruch auf die pauschale Beihilfe. Auch die Hälfte der Kosten für die Krankenversicherung von berücksichtigungsfähigen Angehörigen wird übernommen. Maximal bis zum Höchstbeitrag. Unter Umständen lassen sich Kinder und erwerbslose Partner jedoch über die kostenlose Familienversicherung der GKV absichern.

Ist die pauschale Beihilfe sinnvoll?

Beamte auf Widerruf, Probe und Lebenszeit werden im Krankheitsfall von ihrem Dienstherrn unterstützt. Wählen sie die individuelle Beihilfe und schließen eine private Krankenversicherung ab, übernimmt ihr Dienstherr mindestens 50 Prozent der Krankheitskosten. Der Restbetrag wird über eine meist günstige Restkostenversicherung gedeckt. Dadurch können sich Beamte nicht nur preiswert, sondern auch umfangreich (privat) versichern. Außerdem steigt ihr Beihilfeanspruch. Beamte mit Kindern und Pensionäre erhalten rund 60 bis 70 Prozent Beihilfe. Wählen sie hingegen die pauschale Beihilfe, beträgt ihr Anspruch 50 Prozent des Krankenversicherungsbeitrags. Der Zuschuss erhöht sich nicht, wenn sie in Pension gehen. Sie haben somit keine finanzielle Entlastung als Pensionäre.

Allerdings gibt es bei der pauschalen Beihilfe auch Vorteile. Sie bietet gesetzlich versicherten Beamten eine finanzielle Entlastung und einen Ausgleich zu ihren entfallenden Beihilfeansprüchen. Ob es jedoch sinnvoll oder nicht sinnvoll ist, den GKV-Zuschuss zu wählen, lässt sich nicht pauschal sagen. Hierbei muss die individuelle Situation der Beamten betrachtet werden.

In diesen Fällen kann der GKV-Zuschuss für Beamte sinnvoll sein

Als Privatversicherte müssen Beamte für alle Kinder eine eigene PKV abschließen. Zwar ist ihr Nachwuchs beihilfeberechtigt und benötigt nur eine Restkostenversicherung, doch fällt für jedes Kind ein eigener Beitrag an. Für große Familien können sich die Kosten schnell summieren. Hier schafft die GKV Abhilfe. Denn diese bietet eine kostenlose Familienversicherung, in der sich Kinder beitragsfrei versichern lassen. Mindestens bis zum 18. Lebensjahr und unter bestimmten Umständen auch darüber hinaus.

Von Vorteil kann der GKV-Zuschuss für Beamte auch dann sein, wenn sie an Vorerkrankungen leiden und deshalb keine PKV abschließen können. Zwar sieht die private Krankenversicherung die Öffnungsklausel für Beamte vor, allerdings sind die angebotenen Tarife meist begrenzt. Je nach Situation kann es sinnvoller sein, eine freiwillig gesetzliche Krankenversicherung abzuschließen und diese mit einer guten Krankenzusatzversicherung zu kombinieren.

So können Sie den GKV-Zuschuss nutzen

Möchten sie anstelle der individuellen Beihilfe den Zuschuss zur GKV beanspruchen, muss der Antrag schriftlich erfolgen. Dabei erklären Sie den Verzicht auf die Beihilfe von Ihrem Dienstherrn. Bedenken Sie dabei, dass diese Entscheidung unwiderruflich ist. Daher sollten Sie sich vor diesem Schritt eingehend beraten lassen.

Wer die pauschale Beihilfe beantragt, muss eine Krankenvollversicherung (privat oder gesetzlich) vorweisen, die 100 Prozent aller grundlegenden Kosten übernimmt. Dabei berechnet sich die Höhe des Beitrags für die Absicherung anhand Ihres Einkommens. Gibt es Änderungen der Beitragshöhe oder Prämienerstattung, sind diese dem Dienstherrn umgehend mitzuteilen.

Pauschale oder individuelle Beihilfe? Die persönliche Situation entscheidet

Die Entscheidung für das Beihilfemodell ist für Beamte bindend, weshalb ein späterer Wechsel nicht mehr möglich ist. Genauso wichtig ist auch, ob sie sich für eine gesetzliche oder private Krankenversicherung entscheiden. Bei all diesen Optionen muss die individuelle Situation eines jeden Einzelnen betrachtet werden. Denn nur so lässt sich herausfinden, welche Beihilfeform und welche Krankenabsicherung optimal passt.

Als unabhängiger Versicherungsmakler in Köln unterstütze ich Sie dabei. Gemeinsam finden wir heraus, welche Absicherung zu Ihrer individuellen Lebenssituation und Ihren Zukunftsplänen passt. Nutzen Sie mein Angebot und rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir eine Nachricht.

Beihilfeempfänger zahlen in der PKV vergleichsweise niedrige Beiträge für einen hochwertigen Versicherungsschutz. Doch was passiert, wenn Beamte die private Krankenversicherung wechseln möchten und ist es jederzeit möglich, einen neuen Tarif bei einem anderen Anbieter abzuschließen?

Wann können Beamte ihre private Krankenversicherung wechseln?

Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung ist erstmals zwei Jahre nach Vertragsabschluss möglich. Dabei gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Kalender- oder Versicherungsjahres, je nach Anbieter. Wer also zum 01.01. wechseln möchte, muss die Kündigung bis zum 30.09. bei seinem Versicherer einreichen.

Zusätzlich besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht. Die Kündigung kann dann zum Zeitpunkt der Beitragserhöhung Inkrafttreten. Bei den meisten Anbietern findet die Anpassung zum 01. Januar des Folgejahres statt. Die entsprechenden Mitteilungen werden im Herbst, häufig im November, an die betroffenen Kunden versendet. Sobald das Schreiben eingegangen ist, haben sie vier Wochen Zeit, um ihren PKV-Tarif zu kündigen.

Sonderfall: Beitragsanpassungen bei Beamtenanwärtern

Beamtenanwärter und Lehramtsreferendare erhalten vergünstigte Tarife. Sie können sich so zu Beginn ihrer Beamtenlaufbahn besonders preiswert privat krankenversichern. Diese Tarife sind jedoch meist begrenzt. Sie gelten für die Dauer der Zeit als Beamter auf Widerruf oder für maximal 18 Monate. Erhöht der Versicherer die Prämie, weil das Referendariat beendet oder die 18-monatige-Frist verstrichen ist, entsteht ein Sonderkündigungsrecht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist ein Wechsel des Anbieters somit möglich.

Ist es sinnvoll, die PKV als Beamter zu wechseln?

Pauschal lässt sich nicht sagen, ob ein Wechsel der privaten Krankenversicherung für Beamte sinnvoll ist. Dabei sind verschiedene Aspekte zu beachten.

Wer den Anbieter wechselt, muss erneut eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Vorerkrankungen können dazu führen, dass der neue Versicherer einen Risikozuschlag verlangt. Oder die gewünschte Absicherung ablehnt. Daher ist ein PKV-Wechsel in jedem Fall nur ratsam, wenn keine schweren Vorerkrankungen bestehen, die zu Schwierigkeiten bei der Antragsannahme führen.

Ein weiterer Aspekt ist der Verlust von Altersrückstellungen. Die privaten Krankenversicherer sind dazu verpflichtet, einen Teil der Beiträge ihrer Kunden zu sparen. Diese werden später genutzt, um die Prämien im Alter stabil zu halten. Bei einem Wechsel des Versicherers geht ein Großteil der Altersrückstellungen verloren. Dies führt dazu, dass die private Krankenversicherung im Alter teurer wird. Ein Wechsel ist somit nur sinnvoll, wenn die PKV noch nicht lange bestanden hat und keine hohe Rückstellungssumme gebildet wurde.

Des Weiteren ist zu beachten, dass ein PKV-Wechsel aus finanziellen Gründen zum Nachteil werden kann. Denn auch andere Versicherer erhöhen die Beiträge. So steigen die Kosten für eine private Krankenversicherung durchschnittlich 4,8 Prozent im Jahr an. Dies entspricht einer Verdoppelung des Beitrags nach 20 bis 25 Versicherungsjahren. Die Beitragserhöhungen führen alle Anbieter durch. So kann es passieren, dass die Wechsler im Folgejahr erneut von einer Anpassung betroffen sind – bei ihrem neuen Versicherer.

Wann lohnt sich ein Wechsel der PKV?

Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung lohnt sich, wenn die Beamten noch jung und gesund sind. Dann haben sie erst wenige Altersrückstellungen gebildet und es gibt keine Probleme bei der Antragsannahme. Außerdem ist dieser Schritt nur sinnvoll, wenn der neue Anbieter einen deutlich besseren Versicherungsschutz bietet oder die Prämie maßgeblich günstiger für mindestens dieselben Leistungen ausfällt.

Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung als Beamter aufgrund von Beitragserhöhungen ist nur empfehlenswert, wenn der Versicherer in den vergangenen Jahren massive Anpassungen vorgenommen hat. Dabei dürfen nicht nur die letzten Erhöhungen berücksichtigt werden, sondern die Beitragsanpassungen der letzten zehn Jahre. Denn erst ein Blick auf einen Zehn-Jahres-Zeitraum gibt detailliert Aufschluss darüber, wie sich die Anpassungen im Marktvergleich verhalten. Ist die Beitragsentwicklung wirklich deutlich schlechter als bei den Mitbewerbern, kann über einen Wechsel nachgedacht werden.

Mehr über die Beitragserhöhungen für privatversicherte Beamte lesen Sie in meinem Beitrag: Was können Beamte tun, wenn der PKV-Beitrag steigt.

Darauf müssen Sie bei einem Wechsel achten

Beachten Sie bei einem PKV-Wechsel, dass Sie damit einen neuen Vertrag abschließen. Der Versicherer berechnet die Prämie anhand des Eintrittsalters und Ihres Gesundheitszustandes. Da Sie älter sind als zu Beginn Ihrer PKV, kann der Beitrag teurer ausfallen. Auch Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen und Problemen bei der Antragsannahme führen.

Daher empfehle ich Ihnen, vor der Kündigung Ihrer privaten Krankenversicherung Angebote einzuholen. Erst wenn Sie einen Anbieter gefunden haben, der einen guten Versicherungsschutz zu einem angemessenen Beitrag anbietet und Sie (sofern Vorerkrankungen bestehen) ohne Einschränkungen versichert, sollten Sie Ihre private Krankenversicherung kündigen und einen Wechsel durchführen.

Als Beamter die private Krankenversicherung wechseln: So klappt's

Nicht immer ist ein Wechsel der privaten Krankenversicherung für Beamte sinnvoll. Sie müssen sicherstellen, dass der neue Anbieter sie gut versichert und keine Einschränkungen bestehen. Alternativ dazu können Sie auch zunächst einen internen Tarifwechsel oder die Anpassung Ihres bestehenden Vertrages prüfen. In jedem Fall sollte eine Kündigung nicht übereilt erfolgen und erst vorgenommen werden, wenn bereits eine Weiterversicherung besteht.

Als unabhängiger Versicherungsmakler in Köln unterstütze ich Sie gerne. Gemeinsam betrachten wir die Beitragsentwicklung Ihrer PKV und finden heraus, ob eine Kündigung in Ihrem Fall ratsam ist. Schreiben Sie mir dafür hier gerne eine Nachricht oder rufen Sie mich an.

Schreiben Sie uns doch!

Sie möchten ein Erstgespräch mit mir vereinbaren, einen Rückruf anfordern oder haben ein anderes Anliegen? Tragen Sie sich einfach in mein Kontaktformular ein und ich melde mich bei Ihnen.