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Beamte auf Probe – Das sollten Sie über die private Krankenversicherung wissen

Bevor Staatsdiener auf Lebenszeit verbeamtet werden, wird ihre Eignung, fachliche Leistung und Befähigung erprobt. Erst am Ende der Probezeit, nach spätestens fünf Jahren, erfolgt die Verbeamtung auf Lebenszeit. Allerdings genießen bereits Beamte auf Probe die Vorzüge des Staatsdienstes. Insbesondere im Hinblick auf den Krankenversicherungsschutz. Und aufgrund der Beihilfe entscheidet sich die Mehrheit aller Staatsdiener für die leistungsstarke private Krankenversicherung. Nachfolgend erfahren Sie, was Beamte auf Probe über die PKV wissen müssen.

Die Beihilfe übernimmt einen Teil der Krankheitskosten

Der Dienstherr übernimmt in Form der Beihilfe einen Teil der Krankheitskosten seiner Bediensteten. Bei Beamten auf Probe trägt er 50 Prozent der beihilfefähigen Aufwendungen. Einige Bundesländer beteiligen sich sogar an den Kosten für Heilpraktikerbehandlungen und eine verbesserte Unterbringung bei Krankenhausaufenthalten. Für beihilfeberechtigte Ehe-/Lebenspartner und Kinder übernimmt der Staat 70 Prozent ihrer Gesundheitskosten.

Eine PKV schließt die Versorgungslücke

Um die Lücke zwischen der Beihilfe und den Krankheitskosten zu schließen, sind Beamte seit 2009 dazu verpflichtet, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Da die Kosten jedoch nur anteilig abgesichert werden müssen, bieten die Versicherer eine sogenannte „Restkostenversicherung“. Diese übernimmt den Anteil, der nicht von der Beihilfe gedeckt ist. Daher ist eine PKV für Beamte auf Probe und auf Lebenszeit deutlich günstiger als für Angestellte und Selbstständige, die einen vollwertigen Tarif abschließen müssen.

Darüber hinaus lassen sich mit einer privaten Krankenversicherung auch Leistungen mitversichern, die nicht durch die Beihilfe gedeckt sind. Zum Beispiel die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung bei Klinikaufenthalten. Oder ein Kurtagegeld. Dadurch wird nicht nur die Versorgungslücke der Beihilfe geschlossen, auch wird der Versicherungsschutz umfangreich ergänzt.

Wahlfreiheit zwischen PKV und GKV

Generell haben Beamte bei der Auswahl ihrer PKV Wahlfreiheit. Sie können nicht nur entscheiden, welchen Anbieter sie wählen, sondern auch zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung auswählen. Einen Anspruch auf Beihilfe haben sie aber nur, wenn sie sich für die PKV aussprechen. Wählen sie hingegen eine Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, beteiligt sich ihr Dienstherr nicht mehr an den Krankheitskosten. Sie müssen außerdem die Beiträge für ihre Krankenabsicherung in voller Höhe selbst bezahlen. Lediglich in einigen wenigen Bundesländern zahlt der Dienstherr eine pauschale Beihilfe, womit er sich an den GKV-Beiträgen seiner gesetzlich versicherten Beamten beteiligt.

Die private Krankenversicherung ist fast immer günstiger

Da mit der Entscheidung für die Krankenkasse der Anspruch auf Beihilfe verschenkt wird, entscheiden sich die meisten Beamten für die PKV. In den meisten Fällen ist diese auch günstiger als eine Mitgliedschaft in der Krankenkasse. Denn in der privaten Krankenversicherung schließen sie lediglich eine Restkostenversicherung ab, die sehr preiswert ist. Häufig liegt der Beitrag zwischen 150 und 350 Euro für einen jungen Beamten auf Probe ohne Vorerkrankungen.

Zum Vergleich: Die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV ist einkommensabhängig. Ein Beamter auf Probe in Nordrhein-Westfalen erhält in der Besoldungsgruppe A8 2.802,97 Euro im Monat. Davon müssen inklusive Zusatzbeitrag etwa 15,1 Prozent für die Krankenabsicherung aufgewendet werden. Damit beträgt der Monatsbeitrag rund 423 Euro. Und steigt die Besoldung, steigt der Krankenkassenbeitrag mit.

Die GKV für Beamte lohnt sich nur in Ausnahmefällen – etwa bei großen Familien, wenn die kostenlose Familienversicherung genutzt wird.

Kosten reduzieren durch Einschluss einer Selbstbeteiligung

Bei Abschluss einer PKV können Beamte auf Probe eine Selbstbeteiligung vereinbaren. Dann zahlen sie einen Teil ihrer Krankheitskosten selbst. Diese kann für bestimmte Leistungen oder alle Maßnahmen innerhalb eines Jahres gelten. Der Einschluss eines Selbstbehalts hat den Vorteil, dass sich der PKV-Beitrag reduziert.

Da die Restkostenversicherung für Beamte aber bereits sehr preiswert ist, wird in wenigen Fällen eine Selbstbeteiligung vereinbart.

Den richtigen Leistungsumfang der PKV für Beamte wählen

Im Vergleich zur freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV wird Versicherten in der privaten Krankenversicherung mehr geboten. Entscheidend ist, dass sie ihren Versicherungsschutz individuell erweitern können. So wurden in den letzten Jahren vor allem bei Bundesbeamten vermehrt die Beihilfeleistungen bei zahnärztlichen Maßnahmen und Kieferorthopädie reduziert. Diese Leistungslücken lassen sich mit der PKV schließen.

Für ambulante, stationäre und zahnärztliche Behandlungen können verschiedene Leistungen zur Ergänzung gewählt werden:

  • Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung und Wahlleistungen bei Klinikaufenthalten
  • Krankenhaustagegeld
  • Kurtagegeld
  • Zahnersatz und erweiterte Leistungen bei Zahnbehandlungen und Prophylaxe
  • Heilpraktikerbehandlungen
  • Versicherungsschutz im Ausland und bei Reisen

So funktioniert die Kostenerstattung im Krankheitsfall

Im Anschluss an eine Behandlung erhält der Beamte die Rechnung ausgestellt. Diese muss er zunächst selbst begleichen – er tritt in Vorkasse. Anschließend reicht er die Arztrechnung sowohl bei seiner Krankenversicherung wie auch dem Beihilfeträger ein. Beide erstatten die Kosten unter Berücksichtigung des gültigen Bemessungssatzes der Beihilfe.

Die entsprechenden Antragsformulare für die Beihilfe erhalten die Beamten in ihrer zuständigen Dienststelle. Die Dauer der Bearbeitung ist abhängig vom aktuellen Antragsaufkommen. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, unter Umständen sogar vier Wochen, bis der Beihilfeträger die Kosten erstattet.

Beamte auf Probe in der PKV: Kostenfreie Beratung und umfangreicher Vergleich

Eine private Krankenversicherung ist für Beamte auf Probe meist die beste Lösung. Denn die PKV bietet nicht nur sehr gute Leistungen, durch den Beihilfeanspruch ist die private Absicherung in der Regel auch günstiger. Daher entscheidet sich die Mehrheit der Staatsdiener für eine preiswerte Restkostenversicherung.

Als Versicherungsexperte unterstütze ich Sie dabei, die optimale Absicherung zu finden. Wir schließen nicht nur die Versorgungslücke der Beihilfe, sondern ergänzen ihren Versicherungsschutz auch mit bedarfsgerechten Zusatzleistungen. So sind Sie im Krankheitsfall rundum gut abgesichert. Vereinbaren Sie jetzt hier einen Termin mit mir und lassen Sie sich beraten.

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Alexander Kuhlen - Versicherungsmakler Versicherungsmakler Köln, Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit Anonym hat 4,87 von 5 Sternen 217 Bewertungen auf ProvenExpert.com